Archiv für Oktober, 2007

Tschau, ich bin raus

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Koffer ist gepackt, alle Gadgets beisammen, diverse Dinge vorbereitet und morgen gehts los. Nordsee, ich komme. War ewig nicht dort, und ich freue mich auf die steife Brise, die mir ab morgen um die Nase weht.

Während meiner Abwesenheit wird sich ein rühriger Mitarbeiter darum kümmern, dass hier nicht alles drunter und drüber geht. Wer das ist, verrate ich nicht. Wenn er sich zu erkennen geben möchte, dann hat er auf jeden Fall die nötige Erlaubnis dafür… ;-)

Eventuell wird es zwischendurch ein paar Impressionen geben, das weiß ich aber erst, wenn ich die dortige Internetsituation geklärt habe. Bis dahin muss dieses Foto hier reichen. Es gibt übrigens auch einen Hinweis darauf, wo es mich hin verschlägt.

Langeooger Wasserturm

Foto von rishon-lezion unter CC-Lizenz

Ich glotz’ TV. Oder eben nicht. (Mit Update!)

Freitag, 19. Oktober 2007

Dass sich im wohnheimsinternen Kabelnetz immer mal wieder Sender verschieben oder von der Bildfläche verschwinden, daran hatte ich mich mittlerweile gewöhnt. Vor einem Monat beispielsweise fand ich zufällig den Hessischen Rundfunk und freute mich darüber. Blöd nur, dass er vor etwa zwei Wochen das Gastspiel wieder ein Ende hatte und mir GemsTV entgegenflimmerte. Und wer das braucht, weiß ich gerade einmal nicht.

Vor einer Woche kam ein nächster Schritt des Senderverfalls. Ab und an schalte ich DMAX an, um Serien wie Brainiac zu schauen, doch am Montag fand ich auf dem Sendeplatz nur noch Gekrissel, selten mal mit Ton unterlegt. Vorgestern verschwand EuroNews aus meinem Frequenzband, und gestern verabschiedete sich BBC World ohne Vorwarnung.

Ist ja an sich noch zu verkraften, wenn da nicht die Entdeckung des gestrigen Abends gewesen wäre. Beim Herumzappen stellt ich fest, dass man mir einen der wenigen Sender genommen hat, die ich tatsächlich bewusst anschalte: arte. Das Leben kann so grausam sein…

Edit 14:29: Also entweder liest einer der Verantwortlichen mein Blog oder es war Zufall, dass seit eben wieder alles geht. Wunder gibt es immer wieder.

BarCamp-Organisierung: Ein paar Gedanken

Freitag, 12. Oktober 2007

Wie Robert gestern schon in einem Eintrag zusammengefasst hat, haben wir einige Zeit darüber diskutiert, was man vielleicht verbessern könnte in Sachen BarCamp-Anmeldungen.

Auch ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken darüber, ob und wie man das Anmeldeprozedere verbessern könnte. Eines der Hauptprobleme, mit dem wohl die meisten BarCamps zu kämpfen haben: No-Shows. Es gibt sicher immer ein paar Leute, die kurzfristig absagen, aber dennoch kann es ja nicht angehen, dass ein BarCamp-Organisator quasi standardmäßig davon ausgehen muss, dass rund 1/6 aller Angemeldeten nicht auftauchen.

Eine Lösung wäre: Keine Anmeldeliste machen und abwarten, wer kommt. Ein Problem, das ich dabei sehe: Viele von weiter entfernt kommen erst gar nicht, weil man Gefahr läuft, die lange Reise vergebens gemacht zu haben. Dagegen steht aber die Tatsache, dass zu den meisten Camps Leute kommen, die nicht auf der Teilnehmerliste standen- auf gut Glück. Franz fordert schon seit längerem (erst kürzlich hier) eine Auflistung der No-Shows auf den Camps, mit Hilfe derer Veranstalter entsprechend “regelmäßige No-Shows” ausfindig und ggf. auch ausschließen können. Aber ob das wirklich eine Lösung sein kann, wage ich zu bezweifeln.

Einige andere Ideen scheitern schon an der Durchsetzung: Wenn man eine Anmeldegebühr erhebt (die den No-Shows nicht zurückgezahlt wird), muss man diese entsprechend verwalten und am Ende auch wieder auszahlen. Verwaltungstechnisch ein Debakel und meiner Meinung nach ein unverhältnismäßiger Schachzug. Eine andere Idee wäre eine No-Show-Strafgebühr, die dann verwendet wird, um beispielsweise dem Raumsponsor eine Spende zukommen zu lassen. Wie durchsetzbar das ist, weiß ich auch nicht so recht, vermutlich auch eher gar nicht.

Ein Gedanke spukte mir schon seit Wochen im Kopf herum, und ich würde ihn an dieser Stelle gerne einmal kund tun. In den USA funktioniert es auf BarCamps schon länger ganz gut, wenn sich die Besucher ein wenig an den Komplettkosten beteiligen. Was wäre so schlimm daran, für ein komplettes Wochenende BarCamp mit allem drum und dran 15-20 Euro beizusteuern, um den Organisations- und Sponsorenaufwand etwas zu senken? Im Zweifelsfall kann das nicht nur die Organisatoren entlasten, sondern auch die Vorlaufzeit für ein BarCamp verkürzen. Ich bin sicher, dass mit dieser Idee nicht alle einverstanden sein werden (und das respektiere ich auch), aber gerade eine kleine Beisteuerung von allen könnte meines Erachtens den offenen Charakter eines Camps sogar fördern. Es geht nicht um Unmengen an Geld, sondern nur um einen kleinen Beitrag, der keinem wirklich wehtut.

Zu guter Letzt stelle ich mir die Frage, wie viele Leute ohne Anmeldeliste zu einem BarCamp kommen würden. Das heißt: Wie viel Kapazität müsste eine Location haben, um alle Willigen aufzunehmen? Problem bei einer fehlenden Anmeldeliste ist die mangelnde Planbarkeit von Verpflegung und allem anderen, eine Lösung dafür wäre eine Interessenliste, in der sich alle Interessierten eintragen können.

Als letzte Idee hätte ich noch den Weg, die Teilnehmerplätze zu verlosen. Das würde Chancengleichheit für alle bedeuten und alle die, die die Öffnung der Teilnehmerliste nicht sofort mitbekommen, haben die gleiche Chance wie die 24/7-Surfer. Zusätzlich könnte man extra Listenplätze für BarCamp-Ersties reservieren.

So viel zu meinem ersten Brainstorming. Meinungen nehme ich gerne entgegen, entweder hier oder über Mail, Skype und sonstige Kommunikationswege.