Mittlerweile ist es ein paar, genauer gesagt drei Monate her, dass ich das erste mal *richtigen* Kontakt zur Blogwelt hatte. Seit 2001 führe ich altmodisch ein Livejournal, erreiche damit im Durchschnitt eine Leserschaft von etwa 30 auserwählten, die sich in meiner Freundesliste befinden. Nur diese 30 bekommen das zu lesen, was mir manchmal so durch den Kopf und danach auch durch die Finger geht. Im letzten Herbst kam ein kleines Auslandsblog- Projekt.
Also, Januar 2007. Der erste echte Blogeintrag geht online. pl0g.de is the place to be, ich lasse mich zu diversen weiteren Artikeln hinreißen. Sie finden Leser, die mitunter auch sehr begeistert sind. Währenddessen laufen schon die Planungen für mein eigenes Blog, welches sie, werter Leser, hier gerade vor sich haben- ob als echte Website oder RSS- Feed.
Als praktikabel erwies sich für mich das Wordpress- System, und “with a little help from my friends” (nachdem ich ein schickes und passendes Theme für mich zurechtoptimiert hatte) ging polaroidmemories.de offiziell ans Netz. Im Gegensatz zu meinem Livejournal weniger persönlich. Eher wie das, was ich früher für Fanzines und Zeitungen gemacht habe.
Erste Beobachtungen und Fazits, die ich so für mich ziehen kann:
- Kontakte hat man schneller, als man denkt (kann an der relativ frühen Verbindung zu sozialisierten Bloggern liegen)
- Der Weg hin zum eigenen Blog ist ganz und gar nich steinig. Eher wie ein Spaziergang.
- Social Networking ist ein hübscher Nebeneffekt.
- Die Blogospähre ist prinzipiell groß, die Netzwerke aber klein. Die Blogwelt ist ein Dorf.
- Es finden sich schnell Lieblingsblogs, die exakt die Schreibe und die Themen haben, die ich haben will.
- Auch scheinbar unwichtige Themen finden eine weite Leserschaft.
- Vokabeln lernen war nie einfacher- und das, obwohl es so viele zu lernen gibt…
Nach 3 Monaten fühle ich mich vergleichsweise “zu Hause” hier. Sicher gibts in der Blogosphäre nicht nur Gruppenkuscheln, das wäre ja auch langweilig. Viel mehr schätze ich ab und an auch mal kleine Nachbarschaftskebbeleien. Man muss ja nicht mit jedem grün werden und alles gut finden.
Ich erwähne jetzt hier mal nicht explizit alle, die mir den Einstieg erleichtert haben. Viel mehr geht mein genereller Dank raus an alle, die mir praktische Starthilfe gegeben haben. Technisch, inhaltlich, “gesellschaftlich”, ab und an auch mal seelisch. Es war nicht immer einfach mit mir.